Pasty

Pasty eigentlich Pathfinder.

Pasty ist einer von vier Katern aus dem ersten Wurf von Lilly und Sascha. Lilly war mit ihrem ersten Wurf trächtig, als ihr ein Missgeschick passierte. Meine Lilly, die immer sehr zielsicher und elegant jedes Hindernis zu nehmen wusste, sprang zu kurz auf einen Schrank und landete direkt, mit dem kugelrunden Bauch, auf der Kante und stürzte ab. Sie schrie vor Schmerzen und hat sich auch gleich verkrochen.

Ich war sehr besorgt und sah nach ihr, aber schon kurze Zeit später tigerte sie wieder durch das Haus, als ob nicht gewesen wäre. Leider sollte sich das zum späteren Zeitpunkt als Irrtum erweisen.

Am 29.Okt.2007 kam sie nieder und warf 4 kleine Kater, eines der Tiere hatte einen etwas seltsamen Brustkorb, der etwas gequetscht aussah, ansonsten war nichts Ungewöhnliches zu bemerken. Das Geburtsgewicht war auch im normalen Bereich.

Schon nach wenigen Tagen bemerkte ich, dass dieser Welpe schwächer war, als die anderen. Er nahm nur 1gr pro Tag zu. Ein Besuch beim Tierarzt brachte es ans Licht. Der kleine Kater war verstümmelt, sein Brustkorb war so stark gequetscht, dass er nicht genug Nahrung aufnehmen konnte. Zu allem übel, verweigerte Lilly dem Kleinen die Milch. Sie stieß ihn weg und wollte nicht ihre kostbare Milch an ein schwaches Tier verschwenden. Das hört sich brutal an, was seine Mutter mit ihm machte, aber so ist nun mal das Gesetz der Natur.

Der Tierarzt machte mir nur wenig Hoffnung, dass der kleine überleben würde, und bot mir an ihn dazubehalten, um ihn einzuschläfern. Ich brachte das aber nicht übers Herz und sagte ihn das Ich versuchen würde, ihn durch, zu füttern, am Leben zu erhalten.

Das Füttern des Kleinen, alle paar Stunden, war eine echte Qual, weil er nur sehr schlecht Nahrung zu sich nahm. Ich war am Verzweifeln und oft kurz davor alles hinzuschmeißen. Frühmorgens, näherte ich mich mit grauen der Wurfkiste, weil ich Angst hatte, dass der Kleine, über Nacht gestorben sein könnte. Aber nein er hielt durch und entwickelte sich langsam aber stetig. Seine Geschwister waren ihn in der Entwicklung um Längen voraus, aber trotzdem schaffte er es. Der kleine Kater hat seinen Weg gefunden, was ihn auch seinen Namen Pathfinder einbrachte, der kürze halber Pasty genannt.

Der nächste Tierarztbesuch stand an, es war die erste Schutz-Impfung. Triumphierend stellte ich mich vor dem Tierarzt hin und präsentierte den kleinen Pasty. Überstolz das Ich ihn durch gekriegt habe und erklärte ihm das der Kleine ein Kämpfer sei. Der Tierarzt kuckte ungläubig, den der Kleine sah, aus wie eine Trickfilmfigur. Ein viel zu großer Kopf auf einen winzigen Körper. Zugegeben, Idealmaße hatte er nicht, aber überlebt hatte er und das allein zählte.

Pasty ist als einziger der kleinen Kater aus dem ersten Wurf bei mir geblieben. Er entwickelte sich sehr gut, ist etwas scheu und auch kein Held. Dafür ist er ein sehr lieber kleiner Strolch. Im Laufe der Zeit entwickelte sich aus ihm ein begnadeter Jäger, der sich zu meinem Leidwesen auf Vögel spezialisiert hat. Seine Behinderung schränkt ihn kaum noch ein. Bei langen Sprints geht ihn schon mal die Puste aus und er hechelt dann wie ein Hund.

Nach Saschas Tot, wurde Pasty die Stütze des Rudels, ohne jemals all zu dominant zu werden. Besonders mit Lala verband ihn eine echte Freundschaft. Die beiden mochten sich über alles. Lala, die oft von Lilly und Checky gemaßregelt wurde, wurde von Pasty immer verteidigt. Die beiden schmusten stundenlang miteinander, leckten sich dabei die Gesichter ab und waren unzertrennlich. Bis ein schrecklicher Unfall, dieser Freundschaft ein jähes Ende bereitete.

Wieder einmal ein Handwerker, mit überhöhter Geschwindigkeit, hat meinen Kater, im wahrsten Sinne des Wortes zerfetzt und das in einer 30 ziger Zone. Eine Ellen lange Bremsspur zeugte davon, dass er mehr als die doppelte Geschwindigkeit auf dem Tacho hatte. Ich habe ihn versucht anzuzeigen, wegen „Sachbeschädigung mit Fahrerflucht“, denn Katzen sind ja in Deutschland, nur eine Sache. Die Polizei riet mir die Anzeige zurückzunehmen, da ein Kater keine Rechte hat und im Zweifelsfall als Unfallverursacher betrachtet werden müsse und ich, als Besitzer, mit einer Gegenklage rechnen müsste. Kaum zu glauben oder?

Statt Gerechtigkeit für meinen Kater zu bekommen, musste ich ihn schweigend in meinem Garten beerdigen.

 

One Response to Pasty

  1. Jack says:

    Ich glaub, diese Idee werde ich abgewandelt ffcr meine Tiere maehcn. Denke nur die halbe Tiefe und dann als Wand in den Stall rein. Platz hab ich ja genug. Allerdings mudf ich mir mit dem kleben was einfallen lassen, weil Tornado alles probiert und Heidfkleber ist nicht gerade gesund.

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