Lala und Karlchen

Checky´s erster und einziger Wurf bestand aus 6 Welpen, die in ihrer Farbgebung einzigartig waren. Jedes Tier sah wirklich anders aus, obwohl der Vater ein echter roter Maine Coon Kater war. Von Schwarz-weiß gecheckt, über Rot, bis Grau war alles dabei. Eines der kleinen Mädchen war durchgehend weißgrau ohne Zeichnung mit einem roten Fleck auf der Stirn. Denselben Fleck, wie ihn ihre Mutter schon hatte. Normaler weise werden bei dieser Mischrasse die Katzen mit einem sehr weit entwickelten Unterfell geboren, was dazu führt das Sie nach der Geburt alle etwas ausgewaschen aussehen. Das Deckhaar entwickelt sich aber sehr rasch und die Katzen haben schon nach wenigen Tagen eine leuchtend kräftige Fellfarbe. Nur bei der kleinen Katze war das anders, das Deckhaar wollte sich ewig nicht entwickeln. Grau unscheinbar wurde sie von meinen Kindern als hässlich eingestuft und bösartiger Weise als Bockwurst bezeichnet. Sie war wirklich ein hässliches kleines Ding und ich versuchte erst auch gar nicht sie, zu vermitteln.

Aber der Name „Bockwurst“ ärgerte mich schon und so suchte ich nach einem passenden Namen. Wegen, ihren roten Spot, auf der Stirn, fand ich Dipsy ganz passend. Nur Dipsy war eines der männlichen Figuren aus den Tele Tabbys und so nannte ich sie nach einem der Tele Tabby Mädchen „Laa-Laa“, kurz „Lala“.

Im Laufe der Zeit wurde ihr Fell kräftiger in den Farben aber die Zeichnung, immer noch irgendwie unscheinbar. Sie ist sehr aufgeweckt, mutig, und leider etwas verquasselt. Wenn man es genau nimmt, hatte ich noch nie eine Katze, die soviel redet wie Lala. Ich weis nicht was die in ihrer Katzensprache da immer vor sich hin murmelt aber das kann einen ganz schön auf die Nerven gehen.

Genau wie ihre Lieblingsbeschäftigung, das fischen im Teich. Sie hat es wirklich fertiggebracht innerhalb eines halben Jahres alle großen Fische aus dem Teich, zu holen und sie sinniger weise auf dem Fußboden in meiner Küche zu trocknen. Dabei frisst sie gar keine Fische. Hunde frisst sie übrigens auch nicht, aber wenn sie Hund jagen kann, dann tut sie es.

Einer ihr Brüder war Karlchen, ein hübscher frecher Kater. Der beim Blödsinn machen immer ganz vorne mit dabei war. Leider hat ihm das des öfteren in Schwierigkeiten gebracht. So kam es das an einem schönen sonnigen Tag die Katzen in meinem Gemüsegarten unter den Kohlblättern ruhten. Bis auf Karlchen der durch die Beete tobte und alles jagte, was sich bewegte. So spielte er auch zwischen den Kartoffelpflanzen, deren Kraut ja bekanntlich giftig ist. Weil Katzen ja keine Pflanzenfresser sind, dachte ich mir nicht dabei. Aber der kleine Kater schaffte es doch tatsächlich einen Kartoffelkäfer, zu erjagen und dann zu fressen.

Oh oh ihm ging es danach überhaupt nicht gut, denn ganzen nächsten Tag sah er elend und kränklich aus. Er lag zusammengerollt im Wohnzimmer und sah mit traurigen Augen seinen Geschwistern beim Spielen zu. Dass paradoxe an der Sache war, dass Karlchens Fell genau wie ein Kartoffelkäfer gefärbt war. Er sah nicht nur aus wie ein Kartoffelkäfer er hat auch noch einen gefressen. Als ich dies meiner Schwester erzählte, lachte sie und sagte „ja eben wie Karl der Käfer“. Was ihn dann übrigens den Namen Karlchen einbrachte. Mit der Zeit stellte sich heraus das Karlchen eine Affinität zu toxischen Stoffen hatte. Selbstverständlich war er auch bei dem Giftanschlag auf meine Katzen dabei, bei der Tinka ums Leben kam. Ach sonst ließ er nichts, aus was Durchfall und Erbrechen mit sich brachte. Das ging schon so weit das Ich die Befürchtung hatte, das er das irgendwann Mal nicht mehr überlebt. Karlchen war aber echt hart im Nehmen. Dazu kam seine Unerschrockenheit und Dominanz. So sollte Karlchen Saschas Erbe antreten. Aber es kam anders. Am 20.8.2011 ging ich durch meinen Garten, um die Pflanzen mit Dünger zu versorgen, als ich Karlchen mit zerschmettertem Kopf unter einem der Büsche liegen sah. Er ist überfahren worden und anschließend irgendwie auf mein Grundstück unter einen Busch gelangt. Ich vermute, dass der Fahrer der ihn überfahren hat, ihn anschließend da hingelegt hat. Ich war echt geschockt und so musste ich meinen kleinen Unglücksraben noch im Welpenalter in meinem Garten beerdigen.

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